17.12.2025
Preisgericht und Vorprüfer mit dem Siegerentwurf „Jungfernflug“ von Pascale Feitner
Preisgericht und Vorprüfer mit dem Siegerentwurf „Jungfernflug“ von Pascale Feitner © Staatliches Bauamt Würzburg

Kunstwettbewerb „Landmark Hubland“ der Universität Würzburg entschieden

  • Die Skulptur „Jungfernflug“ von Pascale Feitner wird künftig weithin sichtbar als Landmark im Außenbereich des Campus Hubland der Universität Würzburg stehen

  • In einem zweiphasigen anonymen Wettbewerbsverfahren wurden im April 2025 von einer Jury aus Fach- und Sachpreisrichtern in der ersten Phase aus 129 eingereichten Arbeiten 10 zur weiteren Bearbeitung ausgewählt

  • Im Oktober 2025 wählte die Jury aus diesen 10 eingereichten Arbeiten den Siegerentwurf aus

Auf dem Universitätscampus Hubland wird an der Schnittstelle zwischen altem und neuem Campus ein neues Kunstwerk entstehen. Mittel aus Kunst am Bau verschiedener Baumaßnahmen wurden hierzu zusammengefasst, um innerhalb des Campus eine Landmark zu entwickeln, die die Philosophie der Universität abbildet, den Ort der Lehre, der Forschung und des Austausches stärkt und zum Betrachten und Verweilen einlädt.

Angesichts der vielfältigen und gut ausgearbeiteten Wettbewerbsvorschläge fiel die Entscheidung nicht leicht. Aus 10 eingereichten Arbeiten wählten am 2. Oktober 2025 die neun Mitglieder des Preisgerichtes unter dem Vorsitz von Künstlerin Gabriele Obermaier den Entwurf „Jungfernflug“ von Pascale Feitner aus Münster zur Realisierung aus.

„Jungfernflug“ ist allansichtig konzipiert und entfaltet sich aus jeder Perspektive neu - die Skulptur ist sowohl vom Grünem Band, den Sitzstufen, der Mensateria, der Campusbrücke als auch von der Straße aus sichtbar; durch matten Effektlack in irisierenden Violett-Blau-Grün verändert sich die Skulptur mit Perspektive und Lichteinfall, dadurch kann sie zu jeder Tages- und Jahreszeit aus jeder Sichtachse neu entdeckt werden
„Jungfernflug“ ist allansichtig konzipiert und entfaltet sich aus jeder Perspektive neu - die Skulptur ist sowohl vom Grünem Band, den Sitzstufen, der Mensateria, der Campusbrücke als auch von der Straße aus sichtbar; durch matten Effektlack in irisierenden Violett-Blau-Grün verändert sich die Skulptur mit Perspektive und Lichteinfall, dadurch kann sie zu jeder Tages- und Jahreszeit aus jeder Sichtachse neu entdeckt werden © Pascale Feitner

Das Preisgericht würdigt den Wettbewerbsbeitrag und bewertet den Siegerentwurf wie folgt: „Das Kunstwerk Jungfernflug wurde günstig auf einer Anhöhe platziert, ist weithin sichtbar und erfüllt somit die Anforderung als Landmark vollumfänglich. Die Skulptur kann in ihrer Aufbruchs-Symbolik als passend zur Situation der meist jungen Nutzer des Geländes gelesen werden. Die Wahl des Materials Stahl, verzinkt und lackiert, ist gut umsetzbar und erlaubt eine technisch feine Gliederung der Materialstärken. Die filigrane Gitterstruktur lässt interessante Schattenwürfe zu. In ihrer schillernden Farbigkeit, die sich durch die Bewegung des Betrachters immer wieder verändert, sieht die Jury eine schöne Verbindung von Natur und Technik und einen bleibenden Reiz.“

Der Freistaat Bayern stellt für die Herstellung des Kunstwerks inkl. Honorar der Künstlerin Mittel in Höhe von insgesamt 235.000 € bereit.

Präsentation des Siegerentwurfes „Jungfernflug“ von Pascale Feitner
Präsentation des Siegerentwurfes „Jungfernflug“ von Pascale Feitner © Foto: Staatliches Bauamt Würzburg

Intention der Künstlerin

„Jungfernflug übersetzt die filigrane Kraft der Libellenflügel in eine große Skulptur, die Natur und Wissenschaft verbindet und als neue Landmarke den Campus Würzburg prägt.“ so die Künstlerin Pascale Feitner und weiter: „Inspiriert von der heimischen Blaugrünen Mosaikjungfer symbolisiert sie Aufbruch, Wandel und ökologische Verantwortung – ein identitätsstiftendes Zeichen für Forschung und Lehre. Diese Verwandlung der Libelle spiegelt die transformative Kraft der Bildung wider: Das Forschen, Lernen und Verstehen beflügelt den Menschen, lässt ihn wachsen und verleiht ihm neue Möglichkeiten. Die Universität als Ort der Erkenntnis ist nicht nur eine Stätte des Wissens, sondern auch ein Raum des Aufbruchs und der Selbstentfaltung.“

© Staatliches Bauamt Würzburg

Wettbewerb

Ein zweiphasiges offenes anonymes Wettbewerbsverfahren wurde durchgeführt. Für die künstlerische Tätigkeit standen zwei Standorte mit jeweiligen Teilbereichen in der Nähe der Campusbrücke zur Verfügung. In Phase 1 reichten die teilnehmenden Künstlerinnen und Künstler eine Ideenskizze ein. Das Preisgericht wählte am 1. April 2025 aus insgesamt 129 zugelassenen Einsendungen 10 Künstlerinnen und Künstler für die Bearbeitung der weiteren Wettbewerbsaufgabe aus. In Phase 2 wurden detailliertere Entwürfe zum Kunstwerk eingereicht, aus denen das Preisgericht am 2. Oktober 2025 den Entwurf zur Realisierung auswählte.

1. Rang, zur Realisierung empfohlen: Jungfernflug“ von Pascale Feitner aus Münster

2. Rang: „Netzwerk“ von Daniel Widrig aus Stein

3. Rang: „Tower of winds“ von Christian Odzuck aus Düsseldorf

Sieben weitere Künstler und Künstlergemeinschaften reichten Wettbewerbsarbeiten in Phase 2 ein: Felix Stumpf aus Berlin; Atelier Arnold + Eichler aus Nürnberg; Anja Schubert aus Düsseldorf; Olf Kreisel aus Berlin; Petko Stoevski aus Köln; Katja Aufleger aus Berlin; PROVINZ aus Saarbrücken

 

Eine Wettbewerbsdokumentation ist hier als pdf (rund 4 MB) abrufbar.