Staatsstraße 2260, Erneuerung der Mainbrücke Volkach

Seitennavigation Notwendigkeit und Beschreibung der Maßnahme
  PPP-Projekt
  Bauablauf
  Kunst am Bau
  Projektdaten
  Projektkosten
  Sachbearbeiter Staatliches Bauamt Würzburg
  Beteiligte Büros
  Bilder
  Bauwerksdokumentation


Notwendigkeit und Beschreibung der Maßnahme

Die Staatsstraße 2260 dient der Erschließung der Stadt Volkach und des Volkacher Umlands in Richtung Würzburg sowie zur Autobahn A 7. Für den Stadtteil Astheim stellt Sie zudem die einzige Verbindung nach Volkach dar.

Die früher beengten Verhältnisse für den Pkw- und insbesondere Lkw-Verkehr sowie die ungünstigen Verkehrsverhältnisse für Radfahrer auf der ehemals kombinierten Straßen- und Eisenbahnbrücke wurden durch die neue Mainquerung beseitigt.

Die um ca. 1,30 m breitere Fahrbahn mit 6,50 m sowie ein kombinierter Geh- und Radweg mit einer Breite von ca. 3,50 m verbessern den Verkehrsablauf und die Verkehrssicherheit deutlich. Der Kreisverkehrsplatz, der anstelle der Kreuzung der beiden Staatsstraßen 2260 und 2271 neu gebaut wurde, trägt ebenfalls zu einer Verbesserung der Verkehrsverhältnisse vor den Toren Volkachs bei.

Außerdem wird durch die Erneuerung der Mainbrücke Volkach auch für die Mainschifffahrt eine wesentliche Verbesserung erreicht. Infolge des Mainausbaus und den damit einhergehenden größeren Schiffseinheiten war die alte Mainbrücke schiffsanprallgefährdet. Durch die künftige pfeilerfreie Überbrückung des Mains ist diese Gefahr gebannt.

Die Baustrecke begann im Bereich Astheim ca. 100 m vor der Abfahrt zum Mainvorland und endete an der Kreuzung mit der Staatsstraße 2271. Die neue Brücke wurde unmittelbar neben der alten Mainbrücke gebaut. Dadurch wurde der Verkehr während der Bauzeit so wenig wie möglich beeinträchtigt. Der Main wird zukünftig durch ein 198 m langes 4-Feld-Bauwerk überbrückt. Die freie Spannweite des Bogens über der Fahrrinne beträgt 120 m. Die Montage der Bogenbrücke erfolgte am Volkacher Mainufer. Nach Fertigstellung der Mainbrücke wurde die eigentlich nur als Provisorium gedachte Roth-Waagner-Kriegsbrücke abgerissen. Bestehen bleiben das Widerlager Astheim und das historische Brückenhaus sowie zur Erinnerung ein Brückenträger der alten Mainbrücke.




nach oben



PPP-Projekt

Wegen einer Vielzahl sehr kostenintensiver instandsetzungs- und erneuerungsbedürftiger Mainbrücken in Unterfranken sind vorläufig vier dieser Brücken zur Ausführung im Rahmen einer Pilotstudie der bayerischen Straßenbauverwaltung für PPP-Projekte vorgesehen. Dazu gehörte neben den Mainbrücken Bergrheinfeld, Segnitz und Klingenberg auch die Mainbrücke in Volkach.

Die PPP- (Public-Private-Partnership) oder auch ÖPP-Umsetzung (Öffentlich-Private-Partnerschaft) besteht aus einer Zusammenarbeit zwischen einem öffentlichen Auftraggeber und einem privaten Partner aus der Bauwirtschaft.

Beim PPP-Projekt „St 2260 Erneuerung der Mainbrücke Volkach“ wird die Arbeitsgemeinschaft Adam Hörnig Baugesellschaft mbH & Co.KG, Aschaffenburg / Donges SteelTec GmbH Darmstadt nicht nur den Bau, sondern auch die bauliche Erhaltung über einen Zeitraum von 25 Jahren sowie die Finanzierung der Baukosten übernehmen. Die langfristige Partnerschaft soll gewährleisten, dass sowohl beim Bau als auch bei der 25-jährigen Unterhaltung der Brücke auf dauerhafte, robuste und wirtschaftliche Lösungen zurückgegriffen wird.

Kernstück der PPP-Ausschreibung ist der sogenannte Funktionsbauvertrag.
Dabei werden dem Auftragnehmer bestimmte Pflichten, wie die weitestgehend eigenverantwortliche Planung und Kalkulation der Maßnahme, auferlegt. Ihm entstehen dadurch weitreichende Möglichkeiten für einen optimierten Bauablauf und eine damit verbundene optimierte Projektfinanzierung.


nach oben


Bauablauf

Vor dem Beginn der Brückenbauarbeiten wurde die bestehende Schiffsanlegestelle der Undine am Volkacher Mainufer nördlich der alten Mainbrücke verlegt. Anschließend begannen Gründungsarbeiten für die Pfeiler und Widerlager.

In den Wintermonaten 2009/2010 liefen im Werk der Firma Donges Steeltec in Darmstadt die Stahlbauarbeiten zur Vorfertigung der neuen Stahlbrücke. Es wurden einzelne transportierbare Abschnitte der Stahlbrücke so weit vorbereitet, dass ab März 2010 auf der Baustelle in Volkach die Vormontage erfolgen konnte. Als die Stahlbrücke, die als sogenannte Stabbogenbrücke konzipiert wurde, aus den verschiedenen Bauteilen zu einem Ganzen zusammengeschweißt war, wurde sie im Oktober 2010 auf Schwimmpontons geladen und in ihre endgültige Lage als Flussbrücke eingeschwommen.

Parallel zu den Brückenbauarbeiten liefen auch die Straßenbauarbeiten zur Anbindung der Brücke an die bestehende Staatsstraße sowie für den neuen Kreisverkehrsplatz an der Stelle der ehemals signalisierten Kreuzung. Während der Bauzeit blieb der Verkehr von den Bauarbeiten weitestgehend unbeeinträchtigt. Nur in Ausnahmefällen mussten kurzzeitige Sperrungen und Umleitungen erfolgen.

Die Verkehrsfreigabe am 03. September 2011 wurde bei einem Brückenfest mit der örtlichen Bevölkerung und Vertretern aus Politik und Verwaltung gebührend gefeiert.

Mit dem Abbruch der alten Mainbrücke im Anschluss an die Verkehrsumlegung und noch einigen Restarbeiten wurde die Maßnahme im Frühjahr 2012 abgeschlossen.


nach oben





Kunst am Bau

Der „Nepomuk-Strudel 2011“ ist das Ergebnis eines öffentlichen Kunstwettbewerbes, den der Münchner Künstler Werner Mally für sich entscheiden konnte. Auf einer Aussichtskanzel mit Blick auf die Wallfahrtskirche „Maria im Weingarten“ steht der „Nepomuk-Strudel“ im Blickfeld der Volkacher und der zahlreichen Besucher und Touristen Volkachs.

nach oben




Projektdaten

Baulänge: 535 m
Fahrbahnbreite: 6,50 m
Bauwerk: Breite zw. den Geländern: 12,65 m
  Lichte Weite zwischen Widerlagern: 199,0 m
  Brückenfläche: 2.500 m²
  Baustahl Stahlbrücke: 880 t
Bauzeit: ca. 2,5 Jahre (Herbst 2009 bis Frühjahr 2012)

nach oben


Projektkosten

Gesamtkosten:   ca. 16.662.000 €  
Kostenträger:      
       
Straßenbauverwaltung, Freistaat Bayern   ca 10.815.000 €  
davon Baukosten
Erhaltungskosten
Finanzierungskosten
ca. 7.470.000 €
ca. 914.00 €
ca. 2.431.000 €
 
       
Bundeswasser-straßenverwaltung Baukosten ca. 5.632.000 €  
       
Stadt Volkach Baukosten ca. 215.000 €  

nach oben


Sachbearbeiter Staatliches Bauamt Würzburg

Bauleitung und Bauaufsicht: Herr Stefan Weißkopf - Abteilungsleiter Landkreis Kitzingen
  Herr Alexander Neuß - Projektleiter
  Herr Armin Römer - Örtliche Bauaufsicht
Grunderwerb: Herr Karl-Heinz Matern - Sachbearbeiter

nach oben


Beteiligte Büros

Büro arc.grün, Kitzingen Landschaftspflegerischer Begleitplan
   
Kempfert + Partner Geotechnik, Würzburg Baugrundgutachten
   
Dr. Rietzler & Heidrich GmbH, Nürnberg Orientierende Altlastenuntersuchung
   
schömig-plan Ingenieurgesellschaft mbH, Kleinostheim Erstellung des Bauwerks-Entwurfs (Objekt- und Tragwerksplanung)
   
Hochreither - Vorndran
Ingenieurgesellschaft mbH
Prüfingenieur
   
Ingenieurbüro Bernd Koller Schweißüberwachung
   
Arbeitsgemeinschaft Hörnig/Donges Brückenbau und Straßenbau


nach oben


Bilder










Bauwerksdokumentation

Bauwerksdokumentation (pdf-Datei mit ca. 1,3 MB)

nach oben



zurück zur Hauptseite "Projekte Bereich Straßenbau"