B 26n, Fernstraßenentwicklungsachse westliches Mainfranken

Mit Neufassung des Fernstraßenausbaugesetzes ist die B 26n in voller Länge im Bedarfsplan für die Bundesfernstraßen enthalten. Dabei wurde eine Trennung in zwei Abschnitte mit unterschiedlicher Einstufung vorgenommen:

  • Karlstadt - AK Werneck: Vordringlicher Bedarf
  • Westl. AD WÜ-West - Karlstadt: Weiterer Bedarf mit Planungsrecht


Damit kann das zweiteilige Projekt zusammenhängend geplant werden.



Mit der B 26n und den Zubringerprojekten werden folgende Zielsetzungen verfolgt:

  • Lückenschluss im Bundesfernstraßennetz vom AD Werneck (BAB 7) bis westlich des AD Würzburg-West (BAB 3) durch eine leistungsfähige, ortsdurchfahrtsfreie Bundesstraße, die auch als Bypass für das im Großraum Würzburg störanfällige Bundesautobahnnetz dient. Entlastung des Autobahnkreuzes Biebelried vom „Übereckverkehr“
  • Verbesserung der Erschließung des autobahnfern liegenden Landkreises Main-Spessart (Karlstadt, Lohr, Gemünden) und Anbindung des Raumes an das Autobahnnetz
  • Bündelung von Verkehr, der heute auf dem Netz der Bundes- und Staatsstraßen quer durch die Landkreise fährt
  • Entlastung hoch belasteter Ortsdurchfahrten, insbesondere im Werntal
  • Verbindung des Oberzentrums Schweinfurt mit der Metropolregion Frankfurt und dem Oberzentrum Heilbronn
  • Verbesserung der Einbindung der Region in das überregionale Straßennetz (RP 2 B IX 3.2(Z))
  • Entlastung des Stadtgebietes Würzburg von unerwünschtem Abkürzungsverkehr.

Die verkehrliche Wirkung der B 26n wurde in einem Verkehrsgutachten aus dem Jahr 2007 im Detail untersucht. Hierauf aufbauend wurde eine Fortschreibung der Verkehrszahlen im Jahr 2010 in Auftrag gegeben. Demnach wird für das Jahr 2025 für die zweibahnig-vierstreifige B 26n ein Verkehrsaufkommen von 35.000 bis 42.200 Kfz/24h prognostiziert. Der einbahnig-zweistreifige Zubringer nach Lohr wird mit etwa 7.900 bis 11.000 Kfz/24h belastet.

Die B 26n hat zwischen dem Autobahnkreuz Werneck und dem künftigen Anschluss an die BAB 3 westlich des Autobahndreiecks Würzburg-West eine Gesamtlänge von ca. 49 km. Die geschätzten Baukosten des Projekts belaufen sich inklusive eines Zubringers nach Lohr und nach Karlstadt sowie einer Verlegung der B 8 bei Mädelhofen auf rund 500 Mio. € (Stand 2010).

Aufbauend auf der Machbarkeitsstudie aus dem Jahr 2001 ist für das Raumordnungsverfahren die Erstellung einer Umweltverträglichkeitsstudie (UVS) erforderlich. Diese wurde im Januar 2010 abgeschlossen.

Das Staatliche Bauamt Würzburg hat auf dieser Basis Unterlagen für das Raumordnungsverfahren erarbeitet und deren Einleitung bei der Regierung von Unterfranken Mitte Februar 2011 beantragt. Zwischenzeitlich liegt das Ergebnis der landesplanerischen Beurteilung vor. Hiernach entspricht die vorgelegte Planung der B 26n mit seinen Zubringern unter Berücksichtigung von Maßgaben den Erfordernissen der Raumordnung einschließlich der Belange des Umweltschutzes.

Als nächster Schritt erfolgt die Beantragung der Linienbestimmung beim BMVBS.



Planunterlagen

Übersichtskarte - Darstellung der Raumordnungslinie (pdf-Datei mit ca. 13 MB)

Verkehrsmengenkarte - Blatt 2, Planfall ROL, Belastung_2025 (pdf-Datei mit ca. 5 MB)

Verkehrsmengenkarte - Blatt 3, Planfall ROL, Differenzen (pdf-Datei mit ca. 4 MB)



Ergebnis des Raumordnungsverfahrens

Ergebnis des Raumordnungsverfahrens - Landesplanerische Beurteilung (pdf-Datei mit ca. 3,5 MB)